ExtraSchicht: Das Erzschachtmuseum leuchtet und strahlt

Buntes Programm sorgt am 27. Juni auch in Marl für Unterhaltung

Bild: Der beleuchtete Erzschacht

Marl. Am 27. Juni lädt die ExtraSchicht erneut zur Nacht der Industriekultur ein und verbindet Industriegeschichte und Orte der Kreativwirtschaft, öffnet Hallen, Parks und Quartiere für eine Nacht voller Musik, Akrobatik, Licht und Humor. Mit dabei ist von 18 bis 2 Uhr morgens das Erzschachtmuseum in Marl, wohin die Erzschachtfreunde zu einer Entdeckungstour durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einladen.

Bergbau-Atmosphäre genießen

Beim Knappenmarkt, begleitet von leckeren Getränken, lässt sich in Marl die besondere Bergbau-Atmosphäre genießen. Wenn „Glück auf der Haut“ enthüllt wird, feiert ein Bildband rund ums Tätowieren Weltpremiere. So erleben Besucher ein klangvolles Zusammenspiel aus Reviertradition, Musik und festlicher Stimmung. Ein Stelzenläufer sorgt genauso für kurzweilige Unterhaltung wie ein Orgel- und ein Dudelsackspieler. Und natürlich wird es auch wieder Führungen durch das Museum geben. We in der Vergangenheit wird in diesem Jahr das Museum einmal mehr durch ein Ambiente-Licht angestrahlt.

Die Doppelschachtanlage des Bergwerks Auguste Victoria in Marl, die zwischen 1928 und 1932 erbaut wurde, hat eine interessante Geschichte. Benannt nach der letzten Deutschen Kaiserin, war die Anlage zunächst für den Steinkohleabbau konzipiert. Mitte der 1960er Jahre wurde die Schachtanlage jedoch fördertechnisch aufgegeben. Schacht vier blieb aus Gründen der Grubenwasserhaltung bis 1999 in Betrieb, um das Wasser aus dem Bergwerk kontrolliert abzuleiten.

Förderung von Blei, Zink und Silber

Besonders bemerkenswert ist, dass an diesem Standort von 1936 bis 1962 neben dem Steinkohleabbau auch Blei-Zink-Erz gefördert wurde, was für deutsche Steinkohlenzechen einzigartig ist. Insgesamt wurden etwa 450.000 Tonnen Blei und Zink sowie 250 Tonnen Silber gewonnen. Diese zusätzliche Erzförderung stellt ein bemerkenswertes Kapitel in der Geschichte des Bergwerks dar und unterstreicht die Vielseitigkeit der Anlage und steht als Namenspatin.

Das Mobilitätskonzept der ExtraSchicht eröffnet den Gästen die Möglichkeit, mühelos zwischen den verschiedenen Standorten und Städten zu wechseln und beinhaltet über 150 kostenlose Shuttlebusse, die am Veranstaltungstag im 15- bis 30-Minuten-Takt von 18 bis 2 Uhr am Folgetag verfügbar sind sowie freie Fahrt im ÖPNV im Tarifraum des VRR und des Teilbereichs Münsterland – Ruhr-Lippe (2. Klasse) ganztägig am Veranstaltungstag und bis 7 Uhr am Folgetag bieten. Für Besucher aus Marl oder denNachbarstädten bietet sich zudem an, mit dem Fahrrad anzureisen, zumal rund um das Erzschachtmuseum nur sehr wenige Parkmöglichkeiten existieren – dagegen steht vor Ort eine bewachte Fahrradabstellanlage zur Verfügung.

Weitere Infos unter www.marl.de/extraschicht.de

Wednesday, 10. June 2026, 14:30 • Verfasst in Marl

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