Hat der Badeweiher doch noch eine Zukunft?

Bild: Kamen zu einem ersten Gespräch über die Zukunft des Badeweihers im Stadthaus zusammen: (v. l.) Asma Houssein von der Initiative zur Erhaltung des Bades, Bürgermeister Thomas Terhorst, Claudia Meister (Initiative zur Erhaltung des Bades), Andrea Baudek (Technische Dezernentin der Stadt Marl), Dr. Olaf Breuer (Standortleiter für die Evonik-Einheiten in Marl) und Anne Böcker (Standortkommunikation Evonik Marl).
Marl. Bereits nach der ersten Ankündigung seitens Evonik, den beliebten Badeweiher in diesem Jahr nicht mehr zu öffnen (wir berichteten), hatte Bürgermeister Thomas Terhorst der Bürgerinitiative zum Erhalt des Badeweihers sowie Evonik gemeinsame Gespräche angeboten.
Nun kamen auf seine Einladung hin Verantwortliche des Unternehmens, Mitglieder der Bürgerinitiative und die Stadtverwaltung an einem Tisch zusammen.
„Dieses erste Gespräch auf Augenhöhe war ein sehr guter Austausch und lässt auf eine mögliche Zukunft des Badeweihers hoffen. Das ist eine sehr positive Nachricht, zeigt aber auch die Herausforderungen“, so Thomas Terhorst nach dem ersten Treffen. Und die Technische Dezernentin Andrea Baudek ergänzt: „Die von allen Seiten bekundete Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist eine gute Basis für eine weitere Lösungsfindung.“ Denn grundsätzlich sei Evonik durchaus bereit, eine sinnvolle Folgenutzung zu prüfen. Welche Rahmenbedingungen im Detail notwendig sein werden, sollen weitere Gespräche zeigen.
Mit am Tisch saß auch Claudia Meister, die Gründerin der Bürgerinitiative zum Erhalt des Badeweihers, und ihre Mitstreiterin Asma Houssein. „Wir werden die weiteren Schritte nach den Informationen aus dem heutigen Gespräch mit der Arbeitsgruppe der Bürgerinitiative und Interessierten besprechen und daraus weitere Planungen ableiten“, so Claudia Meister.
Keine leichte Entscheidung
„Wir haben uns die Entscheidung zur Schließung des Badeweihers nicht leicht gemacht. Eine Folgenutzung hängt von vielen Faktoren ab – der mögliche zukünftige Betreiber muss insbesondere ein umfassendes Sicherheitskonzept gewährleisten und verantworten,“ sagt Dr. Olaf Breuer, Standortleiter für die Evonik-Einheiten in Marl.
Ende April hatte Evonik bekanntlich bekanntgegeben, sich konsequent auf das operative Geschäft zu konzentrieren und angesichts der wirtschaftlichen Lage den Badeweiher zu schließen. Bis zu 30.000 Gäste nutzten im Sommer den Naturweiher als Freibad.
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