Bundespräsident in Dorsten: „Hier packen Menschen an“

Bild: Das Foto zeigt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seiner Ansprache in der St. Agatha-Kirche nach dem Gottesdienst anlässlich seines Besuchs in Dorsten. Foto: Stadt Dorsten / Guido Bludau
Dorsten. Zum Abschluss seines Besuchs in der Lippestadt feierte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der St. Agatha-Kirche einen Gottesdienst mit über 500 Bürgern, darunter Vertreter der Stadtgesellschaft und der Initiativen und Gruppen, die er im Laufe seines Aufenthalts in Dorsten kennengelernt hat.
In seiner Ansprache zum Abschluss der Andacht sagte Steinmeier: „Hier packen Menschen an – um gemeinsam Erinnerung zu pflegen und zu bewahren, um Benachteiligten zu helfen, um Teilhabe für alle zu ermöglichen. Mehr noch: Hier in Dorsten setzen sich Menschen für unsere Demokratie ein und setzen öffentlich Zeichen – für die Werte unserer Verfassung.“
In Dorsten lernten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender viele Menschen und Initiativen kennen, die sich ehrenamtlich engagieren und damit für das Grundgesetz als Fundament unserer Demokratie und unseres Zusammenlebens einsetzen. Vor Medienvertretern erläuterte er die gesellschaftliche Bedeutung dieses beispielhaften Ehrenamts und betonte auch die reiche Fülle davon in unserer Stadt. Steinmeier: „Dorsten ist Vorbild.“
Stolpersteine geputzt
Gemeinsam mit Schülern des St. Ursula-Gymnasiums reinigte der Bundespräsident „Stolpersteine“ in der Ursulastraße. Diese Steine erinnern an frühere Mitbürger jüdischen Glaubens, die in der Zeit des Nationalsozialismus entrechtet, deportiert und in den Vernichtungslagern ermordet wurden. Die Erinnerung an diese Menschen und an die Gräuel dieser Zeit zu bewahren, sei unsere gemeinsame Verantwortung, so Steinmeier. Wer mehr wissen möchte über diese kleinen Erinnerungssteine, kann sie mit den Informationen auf https://stolpersteine-dorsten.de/ „eine Verbeugung vor den Opfern“ besuchen und mehr über die Geschichten der dort genannten Personen erfahren.
Neben einer Stipvisite im Jüdischen Museums Westfalen gab es noch einen Besuch im Grundgesetzladen.
Mit einem Doppeltandem der Initiative „Rad und Tat“ aus Barkenberg fuhr Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Pilot Prof. Dr. Werner Springer, den Ideengeber der Tage des Grundgesetzes, zum Grundgesetzladen in der Innenstadt, begleitet von einer weiteren Rikscha der Qualifizierungsgesellschaft Dorstener Arbeit. Als Fahrer oder Fahrerin Menschen mit Einschränkungen solche Fahrten zu ermöglichen sei „eine Form des Ehrenamts, die Spaß macht und Sinn stiftet“, so der Bundespräsident.
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