Olympiabewerbung Herten: Mindestanzahl nicht erreicht
Herten. Die Hertener Bürger haben mehrheitlich für eine Olympiabewerbung gestimmt, die Mindestanzahl an Ja-Stimmen wurde jedoch nicht erreicht. Bürgermeister Toplak respektiert die demokratische Entscheidung, obwohl er Chancen für die Stadt sah. Die Auswirkungen auf die gemeinsame Bewerbung mit Recklinghausen sind noch unklar.
Herten. Die Bürger der Stadt Herten haben im Ratsbürgerentscheid zwar mehrheitlich für eine Beteiligung an der Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele gestimmt. Die notwendige Mindestanzahl an Stimmen wurde aber nicht erreicht. Damit wird sich die Stadt Herten nicht an der geplanten Bewerbung von KölnRheinRuhr für mögliche Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 beteiligen.
„Ich hätte mir ein anderes Ergebnis gewünscht – das will ich ganz offen sagen. Ich bin überzeugt, dass in dieser Bewerbung große Chancen für unsere Stadt und die gesamte Region gesteckt hätten“, sagte Bürgermeister Fred Toplak nach der Auszählung am Sonntag.
5.719 Hertener Bürgerinnen und Bürger haben beim Ratsbürgerentscheid mit „ja“ gestimmt, 2.031 mit „Nein“ und 21 Stimmen waren ungültig.
Bürgermeister enttäuscht
Mindestens 6.834 Hertenerinnen und Hertener (15 Prozent der 45.555 Abstimmungsberechtigten) hätten für „Ja“ stimmen müssen, damit der Ratsbürgerentscheid erfolgreich ist. Andernfalls und bei Stimmengleichheit gilt die Frage als mit „Nein“ beantwortet.
Alle Informationen zu den Ergebnissen in Herten sind hier www.herten.de/ratsbuergerentscheid-olympia abrufbar.
In den vergangenen Wochen war intensiv über Chancen und Risiken der Bewerbung diskutiert worden. Für Herten war die Halde Hoheward als möglicher Austragungsort für Mountainbike-Wettbewerbe gemeinsam mit der Stadt Recklinghausen im Gespräch.
„Natürlich tut es ein Stück weit weh, weil wir viel Engagement in die Vorbereitung gesteckt haben und die Idee, Teil eines solchen internationalen Ereignisses zu sein, viele begeistert hat“, so Toplak weiter. „Aber solche Entscheidungen gehören zur Demokratie dazu.“
Welche Auswirkungen das Votum auf die gemeinsame Bewerbung mit der Nachbarstadt Recklinghausen und die weitere Rolle der Region haben wird, ist derzeit noch offen. Hierzu werden in den kommenden Tagen Gespräche geführt.
Keine Kommentare
Leave a comment
Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar zu hinterlassen.
