NRW: 20.000 Menschen erhalten Post von der Polizei

Kein Fake, sondern Aufruf zur Teilnahme an einer deutschlandweiten Studie

NRW. Die Polizei NRW will die Sicherheit in NRW verbessern. Um weitere Erkenntnisse zu gewinnen und gezielt Maßnahmen erarbeiten zu können, werden im Auftrag des Landeskriminalamtes NRW (LKA NRW) in diesen Tagen Briefe verschickt. Empfänger sind 20.000 zufällig ausgewählte Menschen aus 94 Kommunen in NRW. Sie können an der Dunkelfeldstudie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ (SKiD) teilnehmen.

„Wir raten Ihnen stets dazu, immer genau zu prüfen, ob Schreiben echt sind, um Betrugsversuche auszuschließen. Das gilt genauso für unseren Fragebogen, auch wenn es nicht um sensible Kontodaten oder Ähnliches geht. Daher bekommen Sie mit dem ersten Anschreiben ein Informationsblatt zur Überprüfung der Echtheit“, sagt Ingo Wünsch, Direktor des Landeskriminalamtes NRW. Die Befragung dauert 30 bis 45 Minuten. „Die Informationen, um die wir Sie bitten, beziehen sich auf persönliche Erfahrungen mit Kriminalität, das Anzeigeverhalten und das Sicherheitsgefühl“, ergänzt Dr. Maike Meyer, Leiterin des Dezernats zur Kriminalprävention beim LKA NRW.

Nachhaltige Präventionsstrategien entwickeln

SKiD steht für „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“. Das Bundeskriminalamt (BKA) führt diese bundesweite Bevölkerungsbefragung durch und kofinanziert sie über den europäischen Sicherheitsfond. Das BKA entwickelte den Fragebogen mit den Ländern. Verian führt die Befragung durch. Das BKA wertet die Bundesdaten aus, die Landeskriminalämter oder Polizeihochschulen die Landesdaten. In Nordrhein-Westfalen übernimmt die Kriminalistisch-kriminologische Forschungsstelle (KKF) des LKA NRW die Auswertung.

„Wir möchten das Dunkelfeld aufhellen und noch besser verstehen, wo Menschen Unsicherheiten verspüren – nicht nur zu Forschungszwecken, sondern auch, um nachhaltige Präventionsstrategien zu entwickeln und das Vertrauen in die Polizei zu stärken“, sagt Dr. Maike Meyer. In NRW werden in jeder Erhebungswelle andere Themen untersucht: Erstes Thema: Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum. Zweites Thema: Zivilcourage und Notrufe. „Jetzt fragen wir in der dritten Welle nach Bedrohungsszenarien und polarisierenden Einstellungen.“

Ausgewählte Personen erhalten ein Ankündigungsschreiben und Ende des Monats den Fragebogen. „Den können Sie schriftlich ausfüllen und kostenlos zurückschicken oder online per QR-Code beantworten“, sagt Dr. Maike Meyer. Die Befragten wurden zufällig aus den Einwohnermelderegistern gezogen. Anonymisierung schützt die Daten. Mayer: „Verian erfragt die Daten, wir bekommen anonymisierte Ergebnisse ohne Namen oder Adressen.“ Die Zufallsauswahl sorgt für ein aussagekräftiges Bild der Bevölkerung.

Wer mehr erfahren möchte, findet auf der Projektseite der KKF die wichtigsten Fakten sowie die Ergebnisse der ersten Erhebungswellen: https://lka.polizei.nrw/artikel/sicherheit-und-kriminalitaet-in-deutschland. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Bundeskriminalamtes.

Saturday, 18. April 2026, 10:30 • Verfasst in Verschiedenes

Keine Kommentare

Leave a comment

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar zu hinterlassen.

Konnte keine Verbindung zur Datenbank herstellen