Extraschicht: Bergbau, Blues und Blasmusik

Marler Museum am Erzschacht ist im Juni wieder dabei

Bunt und spannend wird es wieder rund um das Museum Am Erzschacht. Foto Stadt Mhttp://www.marlaktuell.de/arl

Marl. Die Erzschachtfreunde in Marl freuen sich riesig auf die bevorstehende „Extraschicht“ im Juni. Der Standort nimmt bereits zum dritten Mal daran teil. Am Samstag, den 27. Juni, können Besucher von 18 bis 2 Uhr entweder an Führungen teilnehmen oder auf eigene Faust die Bergbaugeschichte Marls erkunden.

Die Aktion ist eine Kooperation der Erzschachtfreunde mit der IG BCE Ortsgruppe Drewer 2 und der Stadt Marl.

Livemusik und Grubenlampen sollen für eine authentische Atmosphäre sorgen. Geplant sind Walking Acts, Dudelsack- und Drehorgelspieler sowie ein Chor. Für Bergbau-Fans gibt es an verschiedenen Ständen die Möglichkeit, sich mit Grubenlampen oder passender Deko einzudecken. Auch kulinarisch ist für jeden Geschmack etwas dabei: Der Vorsitzende des Bergbauvereins, Michael Heyder kündigt Grill- und Currywurst sowie vegetarische Alternativen an.

Tickets erhalten Sie online auf www.extraschicht.de oder im i-Punkt im Marler Stern.
Vorverkauf 22 EUR oder (ermäßigt) 17 EUR (19. Mai bis 26. Juni)
Tagesticket für 25 EUR (27. Juni)
Im Ticketpreis enthalten ist der Zutritt zu allen 40 Spielorten der „Extraschicht“. Außerdem die Nutzung der Shuttlebusse im 15- bzw. 30 Minuten Takt sowie freie Fahrt im ÖPNV am Veranstaltungstag und bis 7 Uhr am Folgetag.

Info Erzschacht:

Die Doppelschachtanlage des Bergwerks Auguste Victoria in Marl, die zwischen 1928 und 1932 erbaut wurde, hat eine interessante Geschichte. Benannt nach der letzten Deutschen Kaiserin, war die Anlage zunächst für den Steinkohleabbau konzipiert. Mitte der 1960er Jahre wurde die Schachtanlage jedoch fördertechnisch aufgegeben. Schacht vier blieb aus Gründen der Grubenwasserhaltung bis 1999 in Betrieb, um das Wasser aus dem Bergwerk kontrolliert abzuleiten. Besonders bemerkenswert ist, dass an diesem Standort von 1936 bis 1962 neben dem Steinkohleabbau auch Blei-Zink-Erz gefördert wurde, was für deutsche Steinkohlenzechen einzigartig ist. Insgesamt wurden etwa 450.000 Tonnen Blei und Zink sowie 250 Tonnen Silber gewonnen. Diese zusätzliche Erzförderung stellt ein bemerkenswertes Kapitel in der Geschichte des Bergwerks dar und unterstreicht die Vielseitigkeit der Anlage.

Saturday, 28. March 2026, 11:45 • Verfasst in Marl

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