Stadt prüft Lösung für Café im Marschall 66

Marl. Die Stadt Marl will im kulturellen Begegnungs- und Erlebniszentrum Marschall 66 ein Café einrichten. Bürgermeister Thomas Terhorst betont, dass die Stadt alles dafür tut. Die rechtlichen und konzeptionellen Rahmenbedingungen werden derzeit mit den Fördermittelgebern geprüft. Das Café soll Treffpunkt, Aufenthaltsort und Ergänzung zur Stadtbibliothek und zum Skulpturenmuseum sein.

Für ein Café gibt es laut Stadtverwaltung keine pauschale Förderung. Konzept und Pachtvertrag müssen mit dem Fördermittelgeber abgestimmt werden. „Eine aktuelle Präzisierung der Förderrichtlinie eröffnet jedoch neue Spielräume“, berichtete Kulturdezernentin Claudia Schwidrik-Grebe am Dienstag im Ausschuss für Kultur, Weiterbildung und Stadtmarketing. Die Verwaltung wird ein Nutzungskonzept für den Cafébetrieb erarbeiten und in die politische Beratung geben.

Der Bibliotheksbereich mit Küche und Café wird vom Land finanziert, der Museumsbereich vom Bund. Die Bezirksregierung Münster erlaubt eine kleine Gastronomie, wenn sie dem Förderziel dient. Pachteinnahmen müssen nicht angerechnet werden, wenn sie für Betrieb und Instandhaltung innerhalb von 20 Jahren verwendet werden. Voraussetzung bleibt eine vergaberechtskonforme und marktgerechte Pachtgestaltung.

Ein kleiner Gastronomiebetrieb mit begrenzten Einnahmen ist also möglich. Eine frühzeitige konzeptionelle Abstimmung ist dabei entscheidend.

Info:
Der Name Marschall 66 erinnert an den ehemaligen in Marl tätigen Architekten und Stadtplaner Günther Marschall. Das Zukunftsprojekt ist ein zentraler Baustein des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes ISEK 2030+ für die Entwicklung und Aufwertung der Marler Stadtmitte.

Wednesday, 4. March 2026, 12:52 • Verfasst in Marl

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