Westnetz: Neues Fertigungszentrum für Schaltschränke

Bild: Sie nahmen das neue Fertigungs- und Prüfzentrum der Westnetz symbolisch in Betrieb: (v. r.) Dr. Alexander Montebaur, Geschäftsführer der Westnetz, Martin Siepmann, Leiter Betrieb Sekundärtechnik, Sebastian Drevermann, Teamleiter Sekundärtechnik Recklinghausen und Jörg Brand, Leiter Spezialservice Strom. Foto: Peterschröder

Recklinghausen. Westnetz hat in Recklinghausen ein neues Fertigungs- und Prüfzentrum für Schaltschränke eröffnet, und kann damit die Produktionskapazität um 30 v.H. steigern. Das Zentrum vereint Fertigungs-, Prüf- und Betriebskompetenz und ermöglicht eine effizientere Produktion. Die Schaltschränke enthalten Schutz- und Leittechnik für die Überwachung und Steuerung von Umspannanlagen. Das modernisierte Zentrum bietet ideale Bedingungen, um Schaltschränke für das Verteilnetz in Eigenleistung zu produzieren.

Die Montage von Schaltschränken hat in Recklinghausen eine fast zwanzigjährige Tradition. In dieser Zeit ist der Bereich stetig gewachsen – allerdings war die Fertigung bislang auf mehrere Gebäude verteilt. Mit der Zusammenführung aller Schritte unter einem Dach entfallen unnötige Transportwege, Materialien stehen direkt an den benötigten Arbeitsstationen bereit und die gesamte Fertigungslogistik wurde deutlich optimiert.

Lange Tradition in Recklinghausen

Auf rund 1.000 Quadratmetern entstehen im neuen Fertigungs- und Prüfzentrum Schaltschränke für 110.000 Volt Umspannanlagen. Hier werden sie montiert, verdrahtet, parametriert und geprüft. Die Schaltschränke enthalten Schutz- und Leittechnik, die kontinuierlich den Zustand des Netzes überwachen. Tritt ein Fehler auf, löst die Schutztechnik automatisch eine Abschaltung aus, um Schäden zu vermeiden, benachbarte Netzbereiche zu schützen und Versorgungsausfälle möglichst gering zu halten. Über die in den Schränken verbaute Leittechnik werden Umspannanlagen aus der Ferne gesteuert. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für einen sicheren, flexiblen und zuverlässigen Betrieb des Stromnetzes.

„Mit dem neuen Fertigungs- und Prüfzentrum investieren wir nicht nur in die Zukunft unserer Netzinfrastruktur – wir investieren auch ganz bewusst in den Standort Recklinghausen. Hier hat die Schaltschrankfertigung bei uns eine lange Tradition und steht für ein hohes Maß an technischem Know-how. Die neue Fertigungsstraße ermöglicht uns effizientere Abläufe, mehr Flexibilität und eine deutlich höhere Produktionskapazität. So schaffen wir zusätzliche Ressourcen für die vielen laufenden und kommenden Umspannanlagenprojekte. Durch die Fertigung in Eigenleistung werden wir unabhängiger von Lieferketten und sichern wertvolles Wissen dort, wo es seit Jahren verankert ist: in Recklinghausen“, sagt Dr. Alexander Montebaur, Geschäftsführer der Westnetz.

Tuesday, 3. March 2026, 13:45 • Verfasst in Recklinghausen

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