Stadt Marl nimmt viel Geld für Sanierungen in die Hand

Bild: Bürgermeister Thomas Terhorst verschaffte sich jetzt ein Bild von den Baumaßnahmen.

Marl. Auch 2026 stehen auf dem Sanierungsplan für das Marler Verkehrsnetz eine Menge Projekte. Straßen, Kreisverkehre und Kanalarbeiten wird der Zentrale Betriebshof (ZBH) in diesem Jahr angehen. Dafür nimmt die Stadt Marl eine Menge Geld in die Hand.

„Die Verwaltung arbeitet nach wie vor mit hoher Priorität an den Sanierungsprojekten zur Optimierung der städtischen Infrastruktur. Dabei sind wir natürlich bestrebt, Einschränkungen für die betroffenen Anwohner so gering wie irgendwie möglich zu halten“, erklärt Bürgermeister Thomas Terhorst.

Einen Sachstand und Ausblick zu den Kanal- und Straßenbaumaßnahmen gibt es vom Technischen Betriebsleiter Christoph Duschynski im kommenden Betriebsausschuss ZBH am Mittwoch, 28. Januar. „Wir werden im Sinne der Bürgerinnen und Bürger im Stadtgebiet für merklich mehr Qualität sorgen“, sagt Christoph Duschynski, der mit seinem Team nicht nur für das städtische Kanalnetz mit seinen 380 Kilometern und mehr über 100 Sonderbauwerken Verantwortung trägt. Hinzu kommen 520 Kilometer Straßen und Wirtschaftswege.

Straßen und Kanäle

Neben den bereits in 2025 begonnen Maßnahmen im Bereich Kampstraße/Ludwigshafener Straße etc., der Schmielenfeldstraße und der Maßnahme im Bereich Bruchstraße, Siedlungsstraße sind im Bereich des Kanal- und Straßenbaus entsprechend weitere Maßnahmen vorgesehen.

So wird im ersten Quartal 2026 die Kanalbaumaßnahme in der Heinrich-von-Kleist- Straße beginnen, wo auch die Randbereiche der Fahrbahn nach Beendigung der Kanalarbeiten saniert werden. Neue Kanäle gibt es in Teilen der Riegestraße, wo im Anschluss die Oberfläche der Riegestraße bis 2027 komplett saniert wird.

Im Bereich der Langehegge werden die Kanäle zwischen der B225 und der Märkischen Straße erneuert. Im Anschluss saniert der ZBH die Straße und die die Seitenbereiche. Ende 2026 geht es mit der Sanierung der Kanäle in den Straßen Im Breil und Aloys-Weddeling-Straße weiter.

Dümmer Bach wird ausgebaut

Der naturnahe Ausbau bzw. die Offenlegung des Dümmer Bachs im Bereich der Sickingmühler Straße soll ab Frühjahr 2026 beginnen. Im Zuge des sogenannten Niederschlagwasserbeseitigungskonzeptes ist für die Straßenentwässerung eine Reinigungsanlage am Hüppelswick geplant. Die Arbeiten an der Reinigungsanlage Rappaportstraße (Bereich A 52, Evonik) haben bekanntlich bereits Ende 2025 begonnen und werden fortgeführt.

Eines der Kernprojekte im Rahmen der Straßenneubaumaßnahmen ist 2026 der geplante Kreisverkehr im Bereich der Halterner Straße/ Schulstraße/ Bahnhofstraße in Sinsen. Derzeit arbeitet die Stadt Marl noch an den letzten Planungsunterlagen.

Des Weiteren sind verschiedene Straßen- und Gehwegsanierungen durch den ZBH vorgesehen. Dazu zählen die Lippestraße vom Kreisverkehr bis hin zur Forststraße sowie die Arenbergstraße im Bereich der Umfahrungen, die zudem zu einem verkehrsberuhigten Bereich ausgebaut wird.

Sanierung der Blumensiedlung

Eine umfangreiche und lang andauernde Maßnahme erwartet die Bewohnerinnen und Bewohner mit der Sanierung der Blumensiedlung. Hier wurde bereits eine Umplanung der gesamten Siedlung vergeben, genauso wie für die Erneuerung der Kanalisation.

Im Frühjahr soll die Kreuzung Lassallestraße/Bergstraße sowie die Bergstraße im Abschnitt zwischen Kreuzung Lassallestraße bis Kreuzung Rappaportstraße/Herzlia Allee in beiden Fahrtrichtungen saniert werden. Später folgt die Lassallestraße ab Rappaportstraße bis zur Kreuzung Bergstraße. Dort wird sowohl der Kanal saniert, als auch die Straße im Anschluss daran wiederhergestellt.

Fußgängerzone Hüls

Ab Sommer 2026 steht dann die Fußgängerzone Hüls auf dem Sanierungsplan, die eine neue Oberfläche und ein somit ein neues Erscheinungsbild bekommt. Auch in Polsum soll Ende 2026 die Dorfstraße saniert werden, die Planung ist bereits durch das Planungsamt beauftragt, aber von einer Förderung abhängig. Diese Fördermöglichkeiten werden aktuell sondiert.

Daneben werden durch verschiedene Versorger Arbeiten in den Nebenanlagen der Straßen ausgeführt. Immer da, wo in diesem Zusammenhang die Geh- und Radwege mit erneuert werden können, werden diese Arbeiten stets mit geprüft und möglichst realisiert. Bei Schadensbildern, die insbesondere aus Wurzeleinwüchsen resultieren, kann jedoch eine nachhaltige Sanierung nicht erfolgen. Hier sind umfangreiche Planungen im Vorfeld notwendig.

Monday, 26. January 2026, 13:23 • Verfasst in Marl

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