Besuch bei den Krippenbauern in St. Franziskus

Bild: Bürgermeister Axel Tschersich besuchte die Gruppe der Krippenbauer in St. Franziskus. Im Stuckenbuscher Gotteshaus wird aktuell beinahe täglich gewerkelt, damit die Krippe rechtzeitig zum Heiligen Abend steht. Foto: Stadt RE

Recklinghausen. Zum 124. Male wird in Stuckenbusch die Krippe aufgestellt. Bürgermeister Axel Tschersich hat den Krippenbauern in St. Franziskus einen Besuch abgestattet. „Die eigentlichen Aufbauarbeiten stehen zwar noch am Anfang, doch hat mich sehr beeindruckt, mit welch großer Leidenschaft und welchem Engagement dort ans Werk gegangen wird. Es war toll, hautnah erleben zu können, was durch Ehrenamt möglich ist. Die Gruppe steht beispielhaft für viele Menschen in Recklinghausen, die unsere Stadtgesellschaft mit ihrem uneigennützigen Einsatz tragen“, sagte der Bürgermeister.

Bereits im Mai haben die Krippenbauer in der Werkstatt neben dem Gotteshaus an der Friedrich-Ebert-Straße mit den Vorbereitungen für die Krippe 2025 begonnen. In jedem Jahr wird ein besonderer Akzent gesetzt. Diesmal steht die Krippe ganz im Zeichen der Hanse. Um an diese Zeit zu erinnern, wird der Recklinghäuser Altstadtmarkt – wie er sich 1850 – präsentierte, in Teilen nachgebaut. Als Vorlage dienen alte Bilder und Fotografien. Gebaut werden auch Gebäude, die heute nicht mehr existieren, aber einst den besonderen Charakter des Altstadtmarktes ausmachten. Dazu gehört auch das alte Rathaus.

Die großen Teile der Krippe sind im Rohbau bereits fertiggestellt, in der Malerwerkstatt folgt derzeit der letzte Feinschliff an Fensterrahmen und Fassaden. „Unser Ziel ist es, dem Original so nah wie möglich zu kommen. Natürlich bekommt das Rathaus auch einen Balkon“, verriet Krippenbauer Siggi Sander im Gespräch mit dem Bürgermeister. Längst läuft auch die Auswahl der geeigneten Figuren, die in keiner Krippe fehlen dürfen. In einem Lagerraum an der Kirche gibt es einen großen Fundus, zu dem auch zahlreiche Tiere und andere Utensilien gehören, die der Krippe eine besondere Note geben. „Es gibt immer etwas zu tun, zum Glück sind in unserer Gruppe verschiedene Talente vertreten“, betonte Günter Drax, einer der Aktivposten in Reihen der Krippenbauer.

Treffen sich die rund 15 Aktiven der Gruppe über das Jahr an jedem Donnerstag, wird in der heißen Phase des Krippenaufbaus eigentlich täglich im Gotteshaus an der Friedrich-Ebert-Straße gewerkelt. Mit dem Heiligen Abend kehren dann Ruhe und Besinnlichkeit ein. Im Januar finden traditionell immer sonntags Konzerte an der Krippe statt.

Das ehrenamtliche Engagement der Gruppe in St. Franziskus beschränkt sich aber keineswegs nur auf die Krippe. Das ganze Jahr über zeichnen die Männer und Frauen auch für die Pflege des „Gartens der Religionen“ verantwortlich. Dieser wurde im Jahr 2019 offiziell im Klostergarten eröffnet und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem echten Magneten entwickelt. Vor allem auch für Menschen, die in dem attraktiv angelegten Park eine Auszeit vom hektischen Alltag oder einen Ort der Besinnung suchen.

Wednesday, 10. December 2025, 12:45 • Verfasst in Recklinghausen

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