Weihnachten bei den Römern
Der Dezember im LWL-Römermuseum
Haltern. Im Dezember geht es im LWL-Römermuseum in Haltern am See weihnachtlich zu. Zur Advents- und Weihnachtszeit lädt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) dazu ein, sich mit den Gebräuchen und Feierlichkeiten der Römer zu beschäftigen. Bei einer Ferienaktion haben Kinder die Möglichkeit, mehr über die römische Götterwelt zu erfahren und eine kleine Götterfigur selbst herzustellen. Und auch die Schankwirtin Cynthia wartet wieder auf Gäste zu ihrem „Rundgang in römischer Begleitung“.
An den Adventssonntagen (7., 14., 21. Dezember) erkunden Familien mit Kindern ab acht Jahren um 14 Uhr bei einer Überraschungsführung die „Weihnachtsgeschenke bei den Römern?“. Gab es dieses Fest in der Antike überhaupt? Ende Dezember feierten die Römer die Saturnalien, ein beliebtes Fest zu Ehren des Landbau-Gottes Saturn. Viel Wein, gutes Essen und Würfelspiele bestimmten den Tagesablauf. Auch der Austausch kleiner Geschenke war üblich. Besonders beliebt waren Gegenstände, die Licht in die dunkle Jahreszeit brachten, wie Öllampen und aufwändig gestaltete Kerzen. Nach der Führung durch die Dauerausstellung können die Teilnehmenden ihre eigene Kerze gestalten. Die Materialkosten für die Kreativaktion betragen zwei Euro.
Weihnachtsferienprogramm „Mars und Merkur, Venus und Victoria“
An zwei Terminen im Dezember (23. und 30.) bietet das LWL-Römermuseum von 10 bis 12.30 Uhr die Ferienaktion „Mars und Merkur, Venus und Victoria“ für Kinder von acht bis zwölf Jahren an. Ein weiterer Termin folgt im Januar (2. Januar 2026, auch 10 bis 12.30 Uhr). Bei ihrem Versuch, Germanien zu erobern, waren die Legionäre auf göttliche Hilfe angewiesen. Doch wer bot ihnen Schutz? Welcher Gott warf Blitze vom Himmel, wer trug Flügelschuhe und wer war die Schönste? Kinder lernen die römischen Göttinnen und Götter kennen. Sie finden heraus, was in den kleinen Kulttempeln im Römerlager geopfert wurde und stellen selbst eine kleine Götterfigur her. Die Kosten betragen sieben Euro pro Kind.
Am zweiten Weihnachtstag (26.) um 14 Uhr geht es ums Würfeln. Die Römer – vom Sklaven bis zum Kaiser – waren vom Würfelspiel infiziert. Doch nur an den Saturnalien, dem „römischen Karneval“ im Monat Dezember, waren Glücksspiele um Geld erlaubt. An diesen Tagen regierte der Würfelbecher. Um diesen und andere Feiertage im alten Rom dreht sich alles in dieser Führung.
Am Sonntag (28.12.) um 11 Uhr beschäftigt sich die Führung „Würfel aus Knochen, Spielsteine aus Glas“ für Familien mit Kindern ab sechs Jahren mit römischen Spielen und dem Freizeitleben der römischen Legionäre. Spielsteine wurden in großer Zahl in den Römerlagern entlang der Lippe gefunden. Die zugehörigen Spielfelder fehlen zwar bisher in Westfalen, sie sind jedoch von anderen römischen Fundplätzen überliefert. Schriftliche Quellen geben Hinweise auf die Spielregeln, sodass dem Ausprobieren römischer Brettspiele nichts im Wege steht.
Um 14 Uhr lädt die Schankwirtin Cynthia Familien mit Kindern ab acht Jahren zu einem „Rundgang in römischer Begleitung“ durch die Dauerausstellung des LWL-Römermuseums ein. Cynthia ist Besitzerin eines römischen Wirtshauses und berichtet aus ihrer und der Sicht anderer Frauen vom Alltag im Schatten der römischen Legion.
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