Blindgänger? – 800 Anwohner sind betroffen

Verdachtspunkt Margaretenstraße wird am 12. November geöffnet

Datteln. Nachdem bei einer Kampfmittelüberprüfung am vergangenen Dienstag nur Schrott gefunden wurde, ist die Hoffnung groß, dass auch am Verdachtspunkt Margaretenstraße, der am Mittwoch, 12. November, geöffnet wird, keine aufwändige Evakuierungsaktion erforderlich ist. Mobilitätseingeschränkte Anwohner im 250-Meter-Radius sollten sich sicherheitshalber unter 02363/107-400 melden, damit genügend Fahrzeuge bereitgestellt werden können.

Mobilitätseingeschränkt sind Personen, die Hilfe bei der Evakuierung benötigen, weil sie auf einen Rollator, Rollstuhl oder bettlägerig sind. Das Verzeichnis mit den betroffenen Straßen und Hausnummern finden Sie auf www.datteln.de/verdachtspunkt. Dort gibt es auch weitere Informationen zur Kampfmittelüberprüfung.

Luftbildauswertungen haben Metall in drei Metern Tiefe in einem Vorgarten an der Margaretenstraße gefunden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg prüft, ob es sich um einen Blindgänger handelt, der entschärft werden muss. Bei Bedarf wird evakuiert. Der Grundwasserspiegel am Verdachtspunkt ist sehr hoch und muss daher gesenkt werden. Die Messung wurde wegen der Verlegung von Breitbandkabeln durchgeführt.

Dauer einer möglichen Entschärfung ist kaum einschätzbar

Die Stadtverwaltung bereitet sich auf eine mögliche Evakuierung der Anwohner vor, die frühestens am Nachmittag stattfinden könnte. Sollte ein Blindgänger mit Zünder gefunden werden, müssen alle Bürger in einem Radius von 250 Metern (rund 800 Personen) ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Bei einem größeren Blindgänger kann sich der Radius auf 500 Meter (rund 2.000 Personen) oder mehr erhöhen.

Bei einem 250-Meter-Radius müssen auch die Kindertagespflege Kunterbunt (Böckenheckstraße 32) und die Johanniter-Kindertagesstätte geräumt werden.

Die Stadtverwaltung rechnet mit Unterstützung von THW, DRK und Polizei bei einer möglichen Evakuierung. Die Polizei hilft zusätzlich bei der Verkehrslenkung.

Die Dauer einer möglichen Entschärfung ist schwer einzuschätzen. Manchmal konnten die Bürgerinnen nach zwei bis vier Stunden zurückkehren, manchmal dauerte es bis in den Abend. Die Dauer hängt vom Zustand des Zünders und davon ab, wie schnell die Anwohnerinnen ihre Häuser verlassen, nachdem sie vom Personal der Stadtverwaltung informiert wurden.

Für Anwohner steht das DRK-Haus an der Ahsener Straße als Aufenthaltsraum während der Evakuierung zur Verfügung.

Saturday, 8. November 2025, 12:45 • Verfasst in Datteln

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