Kriminalfall als Teamaufgabe
„Sport verbindet“ – Polizei und Jugendliche trainieren zusammen
Vest/Recklinghausen. Die Polizei Recklinghausen veranstaltet unter dem Motto „Sport verbindet“ eine Reihe von Aktivitäten, um das Vertrauen junger Menschen in die Polizei zu stärken, Verständnis und Dialog zu fördern. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt 2024 an einer Recklinghausener Schule soll das Format weiterentwickelt und langfristig in den kriminalpräventiven Maßnahmenkatalog der Kreispolizeibehörde aufgenommen werden.
Am 16. September 2025 wird die Aktion an der Martin-Luther-Europaschule in Herten fortgesetzt.
Bewegung mit Botschaft - Kriminalfall als Teamaufgabe
Das Herzstück der Aktion ist ein sportlich-interaktives Szenario, bei dem Jugendliche mit Einsatzkräften einen fiktiven Kriminalfall lösen. Fortschritt kommt nur, wenn sportliche und koordinative Aufgaben erfolgreich bewältigt werden. Neben Koordination und Geschick sind Kommunikation und Zusammenarbeit wichtig.
Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen. Die Initiative verfolgt einen mehrdimensionalen präventiven Ansatz:
- Prävention gegen Gewalt und Kriminalität
- Förderung sozialer Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Toleranz und Empathie
- Abbau von Berührungsängsten im Umgang mit Polizeibeamtinnen und -beamten
- Sensibilisierung für ein respektvolles Miteinander jenseits von Rollen, Klischees und Vorurteilen
Gemeinsame Erlebnisse schaffen eine sichere Lernumgebung, die Werte wie Toleranz, Respekt und Empathie vermittelt. Schüler lernen, Konflikte zu reduzieren. Das Konzept unterstützt ihre Persönlichkeitsentwicklung und verbessert das Verhältnis zur Polizei. Teamarbeit und Interaktion zwischen Polizisten und Schulklassen stehen im Vordergrund, um ein authentisches Bild von Polizisten zu vermitteln. Dies stärkt Vertrauen und stabilisiert das Schulklima.
Gemeinsamer Sport schafft Nähe und Vertrauen
„Mit der Aktion Sport verbindet zeigen wir, dass unsere Polizei mehr ist als eine Sicherheitsinstitution. Wir sind Teil der Gesellschaft. Der direkte Austausch mit Jugendlichen schafft Vertrauen, baut Hürden ab und eröffnet neue Perspektiven – auch auf den Polizeiberuf“, erklärt Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen.
Die Resonanz ist positiv. Schüler, Lehrer und Polizei loben das Format als moderne Polizeiarbeit mit präventivem Nebeneffekt. Die Begegnungen sind gleichberechtigt und frei von Vorurteilen. Polizeikräfte berichten von authentischen Gesprächen und einer spürbaren Wertschätzung. Gleichzeitig weckt das Projekt Interesse am Polizeiberuf, was bei der Nachwuchsgewinnung hilft.
Die Polizei Recklinghausen wird das Format „Sport verbindet“ weiterführen und ausbauen. Ziel ist es, nachhaltige Präventionsstrukturen in Schulen zu schaffen, soziale Integration zu fördern und frühzeitig Gewalt- und Konfliktpotenziale zu entschärfen. In Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Schulsozialarbeit wird die Maßnahme kontinuierlich evaluiert und weiterentwickelt. Die Förderung einer positiven Entwicklung von Jugendlichen sollte als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden.
Keine Kommentare
Leave a comment
Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar zu hinterlassen.
