Kinderbürgermeister erleben die Arbeit der Tafel hautnah

Bild: Zu Besuch in den Räumlichkeiten der Dorstener Tafel: Die beiden Kinderbürgermeister Mia Henkel und Elyas Tiemann. Foto: Stadt Dorsten

Dorsten. Einen Nachmittag lang tauschten Mia Henkel und Elyas Tiemann, die beiden Kinderbürgermeister der Stadt Dorsten, ihren Schulranzen gegen Kisten und Kartons – und durften bei der Dorstener Tafel ganz praktisch mit anpacken. Sie besuchten nach Schulschluss die Einrichtung, um sich ein eigenes Bild davon zu machen, wie dort Woche für Woche Lebensmittel für Menschen in schwierigen Lebenssituationen verteilt werden. Mit Neugier, Energie und viel Herz gingen sie in die Begegnung mit dem Ehrenamt.

Begleitet wurden Mia und Elyas von Tim Skowronek, Mitarbeiter der Abteilung Jugendförderung im Amt für Familie und Jugend. Empfangen wurden sie von Herbert Rentmeister, dem Vorsitzenden der Dorstener Tafel, der den beiden engagierten jungen Gästen mit großer Offenheit die Arbeit der Einrichtung erklärte: von logistischen Abläufen über Lieferketten bis hin zu der Tatsache, dass das Angebot stark von saisonalen Schwankungen geprägt ist.

Nach dem Rundgang wurde es für die beiden Kinderbürgermeister ganz praktisch: Beim Sortieren und Beschriften von Obst und Gemüse packten sie eifrig mit an – auch wenn die ein oder andere Gemüsesorte Fragen aufwarf. Nicht immer war die Zuordnung auf den ersten Blick eindeutig – was aber für viele fröhliche Momente sorgte.

Wissen, wie die Hilfe konkret funktioniert

Herbert Rentmeister freut sich über das Interesse: „Dass Mia und Elyas sich ganz bewusst die Zeit genommen haben, unsere Arbeit kennenzulernen, freut uns sehr. Es zeigt, dass die nächste Generation hinschaut, fragt – und mitdenkt. Wir heißen sie jederzeit gern wieder willkommen.“

„Kinder und Jugendliche an gesellschaftliche Themen heranzuführen, gehört zu unserem Selbstverständnis in der Jugendförderung. Dass Mia und Elyas diesen Termin aktiv eingefordert haben, ist ein schönes Zeichen dafür, wie ernst sie ihr Amt nehmen. Sie wollten wissen, wie die Hilfe konkret funktioniert – und sie wollten mit anpacken. Genau so wächst Verantwortung“, sagt Eden Fähnrich-Winkel, Leiterin der Abteilung Jugendförderung.

Die Dorstener Tafel versorgt aktuell rund 1.300 Menschen in knapp 500 Haushalten mit Lebensmitteln – darunter viele Familien mit Kindern. Möglich ist das nur dank des Einsatzes von über 70 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich mit großem Engagement Woche für Woche für andere einsetzen. Weitere Informationen zur Arbeit der Tafel finden sich unter www.dorstener-tafel.de.

Wednesday, 9. July 2025, 10:10 • Verfasst in Dorsten

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