Evonik steht vor großem Konzernumbau
Marl. Der Chemiekonzern Evonik stellt sich neu auf. Alles soll schlanker und klarer werden. Wie es aber mit dem Service-Geschäft mit 3.600 Beschäftigten in Marl und Wesseling weitergeht, ist noch unklar. Am Freitag teilte das Management mit, dass die bisherigen Geschäftsbereiche ab April 2025 in den zwei neuen Sparten „Custom Solutions“ und „Advanced Technologies“ aufgehen werden. Betroffen ist davon auch der Standort Marl.
Evonik-Chef Christian Kullmann erklärte dazu, die neue Struktur werde den Konzern schlagkräftiger und schlanker machen.
Insgesamt will Evonik hierzu weltweit rund 7.000 Stellen aus dem Konzern streichen oder ausgliedern, die entsprechenden Werke also verkaufen oder in in einem Gemeinschaftsunternehmen aufgehen lassen.
Geschäfte mit rund 3.600 Beschäftigten in Infrastruktur-Einheiten an den Standorten Marl und Wesseling sollen abgetrennt werden. Sie könnten möglicherweise in Gemeinschaftsunternehmen eingebracht oder verkauft werden.
Weitere Chemie-Geschäfte, die nicht mehr zur neuen strategischen Ausrichtung gehörten, stünden zum Verkauf, so ein Konzern-Sprecher. Aktuell beschäftigt der Konzern weltweit 32.000 Menschen.
Entgegen ursprünglichen Befürchtungen, mit den heute bekannt gewordenen Umstrukturierungsmaßnahmen könnte es zu Massenentlassungen kommen, ist davon aktuell keine Rede. Bei dem bereits vor Monaten angekündigten Abbau von 2.000 Stellen bleibt es allerdings. Betriebsbedingte Kündigungen sollen aber bis 2032 ausgeschlossen sein.
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