Frentroper Schützen gedenken der Kriegstoten

Marl. Zum Gedenken der Toten von Krieg und Gewaltherrschaft legten die Frentroper Schützen in Anwesenheit der stellvertretenden Bürgermeisterin, Angelika Dornebeck, am Volkstrauertag am Ehrenmal in St. Georg einen Kranz nieder. Protektor Hubert Schulte-Kemper (Bild) bedauerte in einer Ansprache, dass in der heutigen Zeit weder der Totensonntag noch der Volkstrauertag in den Köpfen und Herzen der Menschen stark genug verankert sei. Schulte-Kemper verwies darauf, dass es dringender denn je sei, den Volkstrauertag nach zwei großen Kriegen als eine Dankfeier für eine so lange Friedenszeit von 1945 bis heute (nämlich 73 Jahre) zu verstehen.

„Andererseite ist auch nicht das Bewusstsein vorhanden, dass wir weltweit vernetzt sind und insofern jeder Kriegsherd dazu führen kann, dass wir zwar glauben, wir leben in Frieden, aber die Abhängigkeiten der einzelnen Länder von Großmächten, deren Interessen immer die Gefahr für kriegerischer Auseinandersetzungen bergen. Beispiel: Ukraine, Beispiel: Syrien, Beispiel: Israel, Palästina“, sagte der Protektor.

Dann richtete „HSK“ seinen Blick auf die gegenwärtige Situation und erinnerte daran, dass auch die scheinbar unblutigen Handelskriege verheerende Folgen für die jeweils betroffenen Menschen, Arbeitnehmer usw. haben. Schulte-Kemper: „Das heißt also: Frieden schaffen ohne Waffen hat eine neue Dimension erreicht“.

Die Jagdhornbläser des Hegering Marl gaben dem Gedenken einen würdevollen musikalischen Rahmen.

Bild: Protektor Schulte-Kemper hielt im Rahmen der Kranzniederlegung eine Ansprache.

Samstag, 24. November 2018, 11:15 • Verfasst in Marl

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