Zwölf Jahre für den tödlichen Schuss
Haltern/Datteln/Bochum. Zwölf, sieben und fünf Jahre Haft – das sind die Urteile für die drei Männer, die den Dattelner Unternehmer und Millionär Klaus Kandaouroff überfielen. Das Landgericht Bochum hat sie wegen versuchten Raubes mit Todesfolge verurteilt.
Zwölf Jahre Haft gab es für den Halterner Mladen P. (44), den das Gericht als Kopf des Trios sieht. Er hatte den Raubüberfall seit langem geplant und wusste, dass der vermögende Geschäftsmann Kandaouroff (dem unter anderem ein Hotel in Haltern gehörte), oft hohe Summen Bargeld bei sich trug. Er bestand darauf, dass eine Waffe mitgenommen wurde. Aus der löste sich beim Überfall am 29. Mai 2010 der tödliche Schuss. Versehentlich, so P. Das konnte ihm nicht widerlegt werden, weil der Revolver bis heute nicht gefunden ist. Ein Gutachter hielt das versehentliche Spannen des Hahns für möglich. Das Gericht ist überzeugt, dass Kandaouroff durch einen aufgesetzten Schuss starb.
Sieben Jahre Haft gab es für den Halterner Volker H. (48), der auch die Waffe besorgt hatte und mit Mladen P. die Villa in Datteln gestürmt hatte.
Eine fünfjährige Haftstrafe gab es für den Schermbecker Michael M. (47), der die Tat mit geplant hatte, aber nicht unmittelbar mit dabei war, weil er im Fluchtwagen wartete. H. und M. hätten in grober Achtlosigkeit gehandelt, weil sie P. nicht daran gehindert hatten, die Waffe mitzunehmen. Alle drei hätten mit großer Kaltblütigkeit gehandelt. Von Mitleid und Reue habe man im Prozess nichts gespürt.
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