Imker müssen Bienen retten

Recklinghausen. „Erst stirbt die Biene, dann der Mensch", soll Albert Einstein sinngemäß gesagt haben. Doch bevor ängstliche Zeitgenossen aufgrund des derzeitigen Bienensterbens durch die Varroamilbe das Ende der Welt kommen sehen, kann Hobby-Imker Uwe Knaak Entwarnung geben. „Es wird zuviel gestöhnt und die Berichterstattung ist zu negativ", glaubt der Halter von sechs Bienenvölkern mit je rund 40.000 Bienen. Natürlich mache die aus Afrika eingeschleppte Milbe den europäischen Bienen schwer zu schaffen, es sei aber möglich, größere Schäden zu verhindern.

„Wir Imker müssen den Bienen helfen", meint Knaak. Sein Erfogsrezept ist der Einsatz von Ameisen- und Oxalsäure. Wenn im Herbst ein Teil der Bienen stirbt - was vollkommen normal ist - wechseln die Milben von den toten zu den lebenden Bienen und wenn der Milbenbefall einer einzelnen Biene zu groß ist, dann geht sie ein. In diesem Moment greift Knaak mit Ameisensäure ein. Richtig dosiert, werden dadurch nur die Milben, aber nicht die Bienen abgetötet. Im Dezember, wenn es kalt ist, wird die Prozedur mit Oxalsäure wiederholt.

Knaak hat im letzten Winter nur ein Bienenvolk durch die Varroamilbe verloren, weiß aber von Kollegen, deren Bestände um mehr als die Hälfte dezimiert wurden. Doch er ist überzeugt, dass das Bienensterben mit den richtigen Mitteln und der nötigen Sorgfalt abgewendet werden kann.

Wednesday, 9. May 2012, 10:08 • Verfasst in Recklinghausen

Keine Kommentare


Leave a comment

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar zu hinterlassen.

Konnte keine Verbindung zur Datenbank herstellen