Giresun wünscht sich den Kreis als Partner
Marl. Die türkische Stadt Giresun möchte mit dem Kreis Recklinghausen eine Partnerschaft aufbauen. Eine 19-köpfige Delegation knüpfte bei einem Besuch im Kreis die Kontakte und will im Herbst mit einer Wirtschaftsschau zurückkommen. Die türkische Stadt hat bereits einen Lenkungsausschuss gegründet und den Marler Unternehmer Hubert Schulte-Kemper spontan zum „Bevollmächtigten“ ernannt.
Die 120.000-Einwohner-Stadt an der Schwarzmeerküste mit eigener Universität ist in der Türkei insbesondere wegen ihrer Haselnussfabriken bekannt. Im Kreis besuchte die Delegation, zu der auch der stellvertretende Gouverneur, der Schuldezernent und ein Universitztätsprofessor gehörten, den Landrat und den Marler Bürgermeister, die Paracelsus-Klinik, die Ruhruni und den Chemiepark (wo angehende Chemiker Praktika machen sollen).
In Marl traf die Delegation auf zwei „Macher“, die die Begeisterung in Schwung halten wollen: Pfarrer Hartmut Dreier (Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft) sorgt für die kulturellen und religiösen Kontakte. Ein Schüleraustausch mit der Martin-Luther-King-Gesamtschule könnte das erste Projekt sein.
Hubert Schulte-Kemper will sich mit Prof. Jürgen Gramke, den türkichen Generalkonsulen in Münster und Essen sowie weiteren Unternehmern und der Uni Bochum um die wirtschaftlichen Projekte kümmern. Im Juli will er Giresun besuchen, im Herbst soll es eine Leistungsschau aus der Region Giresun in Essen geben. Das Internet wird dafür sorgen, dass der Kontakt nicht so schnell abreißt.
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