Kandouroff: Der Staatsanwalt fordert hohe Strafen
Haltern/Datteln/Bochum. Eine 13-jährige Haftstrafe hat Staatsanwalt Marc Krämer für den Halterner Mladen P. (44) gefordert. Er soll bei einem Raubüberfall den tödlichen Schuss auf den Halterner Gastronomen Klaus Kandaouroff im Mai 2011 abgegeben haben.
Am 25. Verhandlungstag hielten Staatsanwaltschaft und die Verteidiger der drei Tatbeteiligten ihre Plädoyers. In dem Prozess vor dem Landgericht Bochum (das Sonntagsblatt berichtete) geht es um den missglückten Raubüberfall auf den Millionär Kandaouroff, als dieser seine Villa in Datteln betreten wollte. Dabei löste sich ein Schuss, der den Unternehmer tötete. P.‘s Anwalt Boris Struwe hielt eine Gesamtstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten wegen fahrlässiger Tötung für angemessen.
Mitangeklagt ist Michael M. (47) aus Schermbeck, der mit in das Haus eingedrungen war und die Fesselwerkzeuge mit sich führte. Für ihn forderte der Staatsanwalt sieben Jahre Haft. Sein Verteidiger Marco Ostmeyer plädierte auf eine Bewährungsstrafe wegen Verbrechensverabredung. Sein Mandant sei bislang unbescholten.
Für Volker H. (48) aus Haltern hielt der Staatsanwalt eine achtjährige Haft für angebracht, H. habe die Waffe beschafft. Sein Anwalt Hans Reinhardt hielt ein Strafmaß von drei Jahren und sechs Monaten wegen versuchten Raubes für angemessen. Der 16-fach vorbestrafte hatte im Wagen gewartet.
Die deutlich höhere Straf-Forderung für Mladen P. ist auf die zusätzliche Anklage für einen Einbruchdiebstahl im Januar 2006 in Bochum zurückzuführen.
Das Urteil wird am Donnerstag, 10. Mai, gesprochen.
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