Lembeck: Ein Dorf zeigt Tiere
Lembeck. Mehr als 200 Aussteller haben sich angesagt, 25.000 bis 30.000 Besucher werden am morgigen Sonntag, 6. Mai, in Lembeck erwartet. Es ist wieder Tiermarkt, die 21. Ausgabe „der Neuzeit“ steht auf dem Programm.
Die örtliche Lembecker Interessengemeinschaft lädt ab 11 Uhr ein. Auf die Besucher wartet im ganzen Ortskern bis zum ersten Gewerbegebiet der übliche Branchen- und Produktmix: Von Haushaltswaren bis Textilien, von Bratwust bis Edelfisch. „Es sind wieder viele Stammkunden dabei“, so Karl-Heinz Jacobs, der in diesem Jahr seinen vierten Tiermarkt organisiert, „aber weniger Trödel von privaten Anbietern.“
In erster Linie geht es natürlich um Tiere: Kleintiere, Kois und Ponys werden die Besucher wieder im Ortskern an der Schulstraße finden. Die Falkner zeigen ihre beeindruckenden Greifvöel auf der Wiese neben dem Heimathof Am Krusenhof. Dort ist auch wieder die Hunde-Agility-Schau zu erleben.
An der Straße Zur Reithalle soll der Hubschrauber von 11 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr zu seinen Rundflügen starten. Wer nicht ganz so hoch hinaus will, kann den Kran samt Aussichtsplattform nutzen. Die Country-Band am Autohaus Lehmbrock und ein Fanfarenzug sorgen für Musik. Und für die Kinder wird am Tiermarktsonntag in Lembeck auf jeden Fall viel geboten, verspricht Jacob.
Fünf große Parkplätze auf Wiesen der Landwirte werden ausgeschildert und nummeriert.
Ein Team von „Lembecker.de“ ist wie jedes Jahr vor Ort und wird mit Film und Foto berichten. Die Webcam im Herzen des Dorfes wird live aus dem Zentrum des Ortes Bilder auf Lembecker.de liefern.
Neue verschärfte Auflagen für öffentliche Veranstaltungen verursachen eine Kostenexplosion, bedauert Karl-Heinz Jacob, obwohl diese für den Tiermarkt als offene Veranstaltung mit vielen Wegen doch eher „moderat“ seien. Rotes Kreuz, Feuerwehr, Polizei, städtisches Ordnungsamt und die Veterinäre sind als Beteiligte mit an Bord. Lob gibt es ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Dorsten. „Es hat sich keiner quergestellt.“
Anfang Mai wurden die Schilder aufgestellt, ab Samstag, 5. Mai, 18 Uhr, gilt auf den entsprechenden Straßen ein absolutes Halteverbot. Dieses und sichere Wege für die Feuerwehr werden die Veranstalter kontrollieren.
Die hohen Kosten für extrem hohe Auflagen werden auch in diesem Jahr für rote Zahlen sorgen. Die Standgebühren der angemeldeten Händler decken nur ein Bruchteil der Ausgaben und auf kurz oder lang überlegt die Lembecker Interessengemeinschaft, ein kleines Eintrittsgeld zum Auffangen der steil gestiegenen Unkosten zu kassieren. Es wäre traurig, wenn der beliebte Mega-Event aufgrund nicht bezahlbarer Unkosten für extrem hohe Auflagen abgesagt werden müsste.
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