Bungalow brennt völlig nieder – Großeinsatz in Haltern

Vom Zimmerbrand zum Vollbrand – Dach stürzt ein – 80 Einsatzkräfte vor Ort

Haltern. Hier konnte auch die Feuerwehr nichts mehr retten. Am Samstagabend (14. Januar) brannte ein Einfamilienhaus an der Wasserwerkstraße völlig aus. Zunächst hieß es, dass es im „Old Daddy“ brennen würde, doch dann stellte sich schnell heraus, dass es sich um einen Bungalow hinter der ehemaligen Kultdisco handelte.

Gegen 19.15 Uhr wurde die Haltener Feuerwehr über den Brand informiert. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand das Haus bereits in Flammen und das Feuer breitete sich rasch über das gesamte Gebäude aus. Auch die Feuerwehr konnte das völlige Niederbrennen des Hauses nicht mehr verhindern. Die beiden Bewohner hatten sich noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte aus dem Haus retten können.

Mit Atemschutz ausgerüstet drangen dann mehrere Trupps in die Wohnung ein und versuchten das Feuer zu löschen. Doch der Zimmerbrand war schon so weit fortgeschritten, dass die Einsatzkräfte den Brand nicht mehr im Griff bekamen.

Erste Anzeichen für eine bevorstehende „Durchzündung“, einen so genannten Flashover, kündigten sich an. Die Einsatzleitung der Feuerwehr zog dann umgehend ihre Einsatzkräfte aus dem Innern zurück. Weitere Einheiten der Feuerwehr Haltern wurden zur Wasserwerkstraße alarmiert. Kurz darauf stand das Gebäude auch schon im Vollbrand, wie die Fachleute sagen. Aus sämtlichen Türen und Fenstern schlugen die Flammen in den nächtlichen Himmel. Durch das heftige Feuer kam es nach Einschätzung der Feuerwehr wohl zu einem Leck an der Gasleitung, was dem Feuer neue Nahrung gab.

Ab nun konnten die lodernden Flammen nur noch von außen bekämpft werden. Die zahlreichen Einsatzkräfte versuchten erfolgreich ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Die Polizei sperrte die Einsatzstelle weiträumig ab und versuchte Schaulustige fern zu halten.

Während der Löscharbeiten stürzte das Dach ein. Zur Unterstützung der Feuerwehr rückte außerdem das Technische Hilfswerk und der Malteser Hilfsdienst an. Rund 80 Kräfte der Feuerwehr waren am Einsatz beteiligt. Kurz vor Mitternacht wurde ein Bagger zur Einsatzstelle angefordert, der das ausgebrannte Gebäude einreißen sollte, damit die Feuerwehr besser an die Brandnester kam. Die Löscharbeiten dauerten bis weit nach Mitternacht an.

Die Höhe des Sachschadens kann derzeit noch nicht beziffert werden.
Die Ermittlungen zur Ursache der Brandentstehung werden vom Fachkommissariat für Brandermittlungen durchgeführt.


Fotos: Bludau

Sunday, 15. January 2012, 18:07 • Verfasst in Haltern

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