Nachbar zieht Gehbehinderte aus dem Feuer
Fotos (2): Bludau
Dorsten. Ein Mann rettete eine gehbehinderte Dorstenerin vor dem sicheren Flammentod. Was sich am Samstagnachmittag in Holsterhausen abgespielt hat, ist der real gewordene Alptraum jedes Autofahrers: Die 48 Jahre alte Dorstenerin kam mit ihrem behindertengerechten Kastenwagen von einer Einkaufstour zurück nach Hause und parkte ihren Wagen. Dann begann das Auto zu brennen. Einfach so.
Fußstützen verbrannten mit dem Wagen
Ein 33-jähriger Nachbar bemerkte den Rauch und schaute sich den Wagen näher an. Die Flammen schlugen bereits in die Fahrerkabine, als er die Fahrerin sah. Die gehbehinderte Frau konnte sich nicht schnell genug bewegen – der Nachbar riss die Tür auf und zog die Frau beherzt aus dem Flammenmeer. Nur die Fußstützen des Rollstuhls konnte er nicht retten. Sie verbrannten mit dem Wagen.

Als die Feuerwehr eintraf, schlugen die Flammen bereits mehrere Meter hoch und drohten auf das Mehrfamilienhaus überzugreifen. Ein Fenster war bereits gesprungen. Die Feuerwehr evakuierte das Mehrfamilienhaus und forderte Verstärkung an. Der Wagen brannte vollständig aus. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera wurde das Gebäude abschließend auf Schäden kontrolliert.
Weder die Frau, noch ihr mutiger Retter wurden bei dem Unglück verletzt.
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