Anderes als Glas ist am Busbahnhof nicht erlaubt

Marl. Die Sache ist „glasklar“: An den Marler Busbahnhof kommt Glas oder gar nichts. Im Augenblick fehlt der durchsichtige Windschutz größtenteils. Und daran wird sich wohl auch nichts ändern.

Die CDU hat mit einem Antrag noch einmal Hoffnung geweckt: Die Stadt solle doch ersatzweise Plexiglas nehmen, regt sie an.

Das Material sei widerstandsfähiger und der Einbau kostengünstiger. Die zerschlagenen Scheiben seien kein schöner Anblick und erinnerten permanent an Vandalismus.

In der Tat hatten die zerschlagenen Scheiben schnell für Ärger gesorgt. Und nach einigen Ersatzeinbauten für Frust. Seitdem wird nicht mehr ersetzt, was kaputt ist. Erst sollte die Videoüberwachung installiert sein, beschloss die Politik. Die gibt es auch noch nicht, sei aber mittlerweile in Auftrag gegeben, so die Aussage der Stadtverwaltung. Die Kameras werden am Gebäude der Vestischen installiert.

Plexiglasscheiben wird es trotzdem nicht als Wind- und Regenschutz am Busbahnhof geben. Denn der Komplex ist als „Kunstwerk“ zu verstehen, über das der Architekt das Sagen hat. Und der lehnt Plexiglas ab. Punktum. Die Initiative der CDU wird deshalb ins Leere laufen.

Die Glasfrage ist nicht der einzige Punkt, der beim Busbahnhof inzwischen für Unwohlsein sorgt. Es ist auch der Bodenbelag. Der kann nicht mit den Kehrmaschinen der Stadt gereinigt werden, stattdessen muss er mit der Hand gefegt werden.

Sunday, 11. July 2010, 10:19 • Verfasst in Marl

1 Kommentar:

Timo Tasche schrieb,

Comment • 11. July 2010 @ 12:55

Nun hat die Stadt einen neuen Busbahnhof und sofort ruft es die Randalierer auf den Plan, die alles wieder auseinander pflücken. Es lohnt sich bald nicht mehr irgendetwas schön zu machen. Da sind zerstörte Scheiben, beschmierte Wände oder andere Ergüsse asozialer Mitmenschen. Was noch verschont geblieben ist, regeln die Unwetter mit ihren Stürmen. Weder in Dülmen noch in Haltern oder Recklinghausen habe ich so viel Vandalismus gesehen wie hier. Man muss sich ernsthaft mit der Frage auseinander setzen, was manch für ein Klientel doch hier wohnt.


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