Bunte Talentschau hübscht graue Wände auf

Dorsten. Mal werden sie „erwischt“, mal werden sie „gefeiert“: Sprayer entzweien die Eigentümer der betroffenen „Kunst“-Objekte. In Dorsten wandelt sich gerade die Meinung. Schlichtes Grau wird nicht mehr mit großem Aufwand freigehalten von fremden Einflüssen. Im Gegenteil: Junge Kreative werden eingeladen, Buntes in die Stadt zu bringen.

In Barkenberg wurden Fußgänger-Unterführungen mit grellbunten Farbstreifen aufgehübscht, in der Stadtmitte verzieren witzige Figuren eine Seite des ehemaligen Woolworth-Kaufhauses.

Jetzt ging es auch dem unscheinbaren Parkhaus an der Klosterstraße an die Wände. Leuchtende Farben am Treppenhaus setzen Signale. Auffällig ist das Zweckgebäude seitdem auf jeden Fall.

Die Unterführung der Lippestraße unter dem Westwall war bislang eher etwas für den wilden Sprayer und meist aus der Kategorie wildes Gekritzel. An diesem Wochenende, in der Nacht der Jugendkultur, wird es „offiziell“ angesprüht und damit in die Kategorie Jugendkunst erhoben.

Nun wird auch eine Betonwand am Edeka-Parkplatz (Prisma Einkaufspark) in Barkenberg aufgewertet. Der Eigentümer hat die dem Barkenberger Maler Ortwin Männel zur Verfügung gestellt, der zwischen Grünanlagen und bunter Werbung die Betonwand farblich auffüllt.

In Marl hat man Graffiti längst in den Rang der Kunst aufgewertet. Rund ums Rathaus werden regelmäßig die langen Betonwände neu gestaltet: Witzig, tiefsinnig, kreativ und auf jeden Fall weit mehr als nur ein „Hingucker“. Kein Wunder, denn der Museumschef arbeitet mit den Sprayern zusammen, von denen einige bereits einen Ruf über die Landesgrenzen hinaus haben.

In Dorsten unterstützt der Kunstverein „Virtuell-Visuell“ die lokale Graffiti-Szene. Dorsten soll schöner werden und die jungen Leute werden darin einbezogen.

Sunday, 4. July 2010, 11:34 • Verfasst in Dorsten

Keine Kommentare


Leave a comment

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar zu hinterlassen.

Konnte keine Verbindung zur Datenbank herstellen