Feuerwehr-Fassade bleibt nun doch erhalten

Marl. Die frühere Feuerwache in Alt-Marl wird nun doch nicht abgerissen sondern bildet das Mittelteil eines neuen Seniorenzentrums. Pro Urban hat sich mit den Nachbarn und der Stadt auf einen Baukörper geeinigt, der alle Beteiligte zufriedenstellt. Ende nächstens Jahres könnte der Komplex fertig sein.

Lange hatte sich keine Folgenutzung für das 85 Jahre alte Gebäude an der Garmannstraße gefunden. Denn Marl bestand darauf, dass das ortsteil-prägende Gebäude zumindest in der Fassade erhalten bleibt. Dann der Glücksfall, dass sich hier ein Handwerker-Ausbildungszentrum ansiedeln wollte. Wenig später fielen die Marler aus allen Wolken, als sich die Investoren-Gruppe Pro Urban in der Verwaltung meldete, um hier ein Seniorenzentrum zu bauen. Grundstück und Gebäude hatten sie bereits erworben. Die Verwaltung sollte nun ihre Zustimmung zum Errichten eines weiteren Gebäudeteiles geben. Auf die Weigerung (weil der Bau zu massig sei) konterte Pro Urban: Man wolle alles abreißen und ein Gebäude nach eigenen Vorstellungen errichten.

An dieser Stelle erst bemerkte die Verwaltung, dass die die Immobilie ohne die Bedingung verkauft hatte, die Fassade zu erhalten. Die Politiker schäumten.

Der hässliche Zwischenfall ist nun zu den Akten gelegt. Das neue Konzept sieht zwei neue Bauteile vor, die das Gebäude zu einem U machen.

Pro Urban will 6,5 Millionen Euro in das Seniorenzentrum investieren, 60 neue Arbeitsplätze sollen entstehen, 70 Senioren sollen hier betreut werden. Besonderes Kennzeichen wird das Thema Fitness sein. Pro Urban betreibt bereits das Seniorenzentrum am Volkspark.

Der Erhalt der Fassade bedeutet übrigens ein Mehraufwand von fast einer Viertelmillion Euro. Baubeginn, so die Vorstellungen von Pro Urban, soll im Spätsommer sein, die Bauzeit wird auf 14 Monate geschätzt.

Saturday, 3. July 2010, 22:34 • Verfasst in Marl

1 Kommentar:

Marl - Blog - 03 Jul 2010 schrieb,

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