Mord an Millionär: Noch immer keine heiße Spur
Datteln/Haltern. Die Ermordung des Dattelner Gastronomen Klaus Kandaouroff (80) gibt der Polizei Rätsel auf: Eine (oder mehrere) Personen hatten ihm vor seinem großzügigen Anwesen aufgelauert, als der Millionär um 22.30 Uhr von seinem Luxus-Hotel Seehof in Haltern zurückkehrte. Seine Frau hatte Geräusche gehört, öffnete die Tür und fand ihren blutüberströmten Mann.
Es seien bereits zahlreiche Hinweise gekommen, so Polizeisprecher Andreas Weber, eine heiße Spur ist aber noch nicht dabei. Die Schlüsselfrage ist das Motiv. Und das hat zu vielen wilden Spekulationen geführt: Dubiose Knebelverträge, Rotlicht-Milieu, Schutzgelderpressung?
Bekannt war Selfmade-Millionär als herzlich und kommunikativ. Er war Pächter mehrerer Restaurants, 1997 hatte er das Halterner Seehotel gekauft und aufwändig umgebaut. Er leitete es zusammen mit seiner Tochter Elke.
„Hühner-Klaus“ hieß er unter seinen Freunden, ein Hinweis, wie er sich vom kleinen Wild- und Geflügelhändler zum größten Fleisch- und Wurstgroßhändler der Region emporgearbeitet hatte.
Polizei bittet um Mithilfe
Von einer schnellen Aufklärung geht die Polizei nicht aus. Über die Erkenntnisse aus der Überwachungskamera will sie nichts sagen. Am Freitag ging sie mit neuen Fragen an die Öffentlichkeit: Mit wem hat Klaus Kandaouroff in letzter Zeit private oder geschäftliche Kontakte? (Hinweise an die Polizei Recklinghausen 02361/550)
Dass der Mord aufgeklärt wird, da ist der Polizeisprecher zuversichtlich. 2008 und 2009 wurden alle „Straftaten gegen das Leben“ (16 bzw. 19) aufgeklärt.
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