Kleiner Trost: Schlechte Lage wird kaum schlechter

Vest (eib). Die Lage ist schlecht, doch nicht so schlecht wie befürchtet. Das ist die Bilanz, die die Wirtschaftsauskunftei Creditreform aus ihren Daten zieht. Für den Kreis Recklinghausen bedeutet das die Schulnote 5. Eine Veränderung sei nicht zu erwarten.

Bei 22.604 Unternehmen im Kreis sei in diesem Jahr mit 754 Ausfällen zu rechnen, was ein Pleitenrisiko von 3,34 Prozent ausmacht (3 bis 3,5 Prozent bedeutet hohes Ausfallrisiko, Note 5).

Seit 2002 gibt es Schwankungen, aber keine Tendenz. Schon vor sieben Jahren lag der Kreis bei 3,23 Prozent. Im Land NRW ging es bis 2007 besser, da sank die Quote von 2,53 auf 2,33. Jetzt ging es wieder hoch auf 2,60. Ein Stück besser ist der Bundesschnitt, der von 2,48 auf 2,26 zurück ging.

Gegenüber dem Vorjahr konnte der Kreis Recklinghausen seine Not 5 halten. Anders als Herne, das auf eine 6 abrutsche, Dortmund fiel sogar von 4 auf 6 ab. Die beiden sind die Schlusslichter in NRW. Andererseits konnten sich Bottrop, Bochum und Gelsenkirchen von einer 5 auf eine 4 verbessern. Coesfeld, Borken und Wesel blieben bei der Note 3. „Sehr gut“ ist in NRW niemand mehr, „gut“ nur noch Münster und der Kreis Kleve.

Das höchste Ausfallrisiko hat übrigens im Kreis das Gastgewerbe (5,85 %) und das Baugewerbe (4,37 %), das geringste die Öffentliche Verwaltung (0,80 %). Die „typische Pleite“ laut Creditreform: Baugewerbe, Einzelfirma, Umsatz unter 500.000 Euro.

Wie geht es weiter? Creditreform erwartet für den Kreis Recklinghausen einen leichten Anstieg um 0,2 Punkte (auf 3,44), für NRW einen Anstieg um 0,09 Punkte und für Deutschland insgesamt die Note „Befriedigend“.

Sunday, 18. October 2009, 10:19 • Verfasst in Vest

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