Kaufland: Der erste Zement ist gegossen
Marl (eib). Das Zeichen ist gesetzt: „Kaufland kommt“ steht seit gestern groß an der Ecke Otto-Wels-Straße/Lipper Weg. Seit acht Jahren arbeitet man daran, im Sommer soll Baubeginn sein (wenn alles glatt geht), im Sommer 2010 Eröffnung. „Es war ein Weg voller Schwierigkeiten“, stöhnten die Beteiligten und dankten Kaufland für die Beharrlichkeit. 15 Millionen will das Unternehmen investieren, um 4.000 qm Verkaufsfläche zu schaffen und 300 qm für Untermieter sowie einen Parkplatz für 300 Autos.
Zunächst aber muss noch der Bebauungsplan beschlossen und der Bauantrag genehmigt werden. Dann fließt auch erst der Kaufpreis für das Grundstück an die Stadt Marl. Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Hüls, Bernd Kaczor, hofft, dass ein Teil des Geldes auch wieder in Hüls investiert wird, zum Beispiel in den Lipper Weg.
Der wird in der Bauzeit zur Einbahnstraße (ab Droste-Hülshoff-Straße), um eine Spur als Parkfläche zu haben, weil ja die 153 heutigen Plätze entfallen. Es ist zugleich der Probelauf, ob die Einbahnstraßen-Regelung auch auf Dauer bleibt. Baudezernent Wolfgang Seckler kündigte an, man werde die Idee weiter verfolgen, ob nicht im hinteren Bereich der tiefen Grundstücke der Hülsstraße eine weitere Bebauung möglich ist.
Übrigens läuft im Hintergrund immer noch ein juristisches Tauziehen, ob die Stadt die Bebauung ihres Grundstückes europaweit hätte ausschreiben müssen. Zwei Klagen sind noch nicht endgültig entschieden. Das könnte am Ende zu Strafen und Schadensersatz führen – den Bau des Kaufland-Hauses aber kann das nicht aufhalten.
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