Mehr Leben für die Marler Mitte
Bild: So sah vor vier Jahren ein Vorschlag aus, wie der überarbeitete Creiler Platz zum Stern hin aussehen könnte.
Marl. Eine Million Euro stehen in diesem Jahr zum Ausgeben bereit. Es ist das „Startgeld“ für die Sanierung des Rathauses. Der Nachbar hofft, dass die Erneuerung bis vor die eigenen Türen geht. Der Marler Stern hat nämlich Wünsche für eine Neugestaltung des Rathausvorplatzes – damit alles zusammen zu einer Neubelebung der künstlichen Stadtmitte führt.
Der City-See glänzt bereits seit seiner Überarbeitung vor einigen Jahren. Gleich anschließend sollte der Platz zwischen Rathaus und Einkaufszentrum, der Creiler Platz, überarbeitet werden. Das Siegerkonzept sah kaum eine Veränderung vor. Jedenfalls nicht für das ungeübte Auge. Zum Glück fehlten die Millionen für die Umsetzung. Längst sind die Politiker auf Distanz gegangen.
Jetzt gibt es eine gute Gelegenheit, das Thema wieder anzufassen. Wenn das Rathaus in mehreren Abschnitten und über Jahre saniert wird, dann wird der Rathausplatz als Bauplatz dienen. Und wenn er dann wieder hergestellt wird, könnte er dann nicht neu gestaltet werden?
Mit dem Auto über den Creiler Platz bis zum Marler Stern
Olaf Magnusson, Center-Manager des „Stern“, hält das für eine gute Chance, die Stadtmitte aufzuwerten. In dem Zuge könnte eine bauliche Veränderung das Center aufwerten, möglicherweise mit einer Bebauung, die den Platz kleiner macht. Zum Beispiel mit einem Café in Richtung See.
Wer soll das bezahlen? Das Einkaufscenter hat Leerstände. Der größte Eigner, dem die frühere Hertie-Fläche gehört, ist an Investitionen nicht interessiert. Man sei froh, dass er wenigstens seinen Beitrag zu den Betriebskosten leiste, so Magnusson. Vielleicht bietet sich eine Lösung an, wenn es zu einer Zwangsversteigerung der Hertie-Fläche kommt.
Zurzeit hält sich der Stern zurück. Vor einem Jahr war bereits die Aufwertung des nördlichen Eingangsbereichs (zum Creiler Platz hin) für 1,5 Millionen Euro angekündigt worden. Umgesetzt wurden die Pläne nicht.
Die große Lösung (Umgestaltung des Sterns samt Umgestaltung des Platzes) könnte viel Schwung in die Mitte bringen. Magnusson denkt an eine Befahrbarkeit des Platzes, damit Besucher bis vor den Haupteingang vorfahren können.
Die Idee war schon mal aufgekommen und hatte den Widerstand der Anlieger von Wohnen-West ausgelöst, bei denen dann die Autos ebenfalls vorbeigekommen wären. „Man darf nicht alle Ideen sofort madig mache“, warnt Magnusson.
Während der Stern nach Möglichkeiten einer Finanzierung sucht, plagt die Beamten im Rathaus eine andere Sorge: Rathaus samt Umfeld sollen unter Denkmalschutz kommen. Dann dürfte der Platz nicht verändert werden.
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