Großeinsatz der Bundespolizei im Vest
Herten/Recklinghausen. Es muss eine Szenerie gewesen sein, wie sie so in Herten und Recklinghausen noch nicht oft gesehen wurde: 135 Beamte und zwei Rauschgiftspürhunde waren im Einsatz und durchsuchten 14 Wohnungen. Vorausgegangen waren sechs Monate Ermittlung. Am Ende ging eine mit Haftbefehl gesuchte Frau aus Herten ins Netz ebenso wie ein Mann, der sich unerlaubt in der Bundesrepublik aufhält. Sie hat die Staatsangehörigkeit von Bosnien-Herzegowina, lebt aber in Herten. Die Ermittlungen richteten sich gegen sich gegen sieben bosnisch-herzegowinische, zwei deutsche, einen algerischen und einen serbischen Staatsangehörigen.
Den größten Schaden haben die Diebe an Gleisen der Deutschen Bahn angerichtet. An der Strecke Hamm-Osterfeld, die durch Herten und Recklinghausen führt, wurden vor allem im vergangenen Jahr Hunderte Meter Kupferkabel gestohlen. Der Gesamtschaden liegt im hohen fünfstelligen oder gar im sechsstelligen Bereich. Bei den Durchsuchungen stellte die Bundespolizei enorme Mengen an Beweismitteln sicher: eine echte Schusswaffe (Kaliber 9 Millimeter), weitere erlaubnispflichtige und verbotene Waffen, Drogen, Tatwerkzeuge für Kupferdiebstahl, ein hochwertiges Auto, Goldschmuck, Bargeld sowie zahlreiche Personalausweise und Krankenversicherungskarten. Sie stammen nach bisherigem Stand der Ermittlungen aus verschiedenen Diebstählen. Das gleiche gilt für diverse Kleidungsstücke und Parfüm-Artikel, die die Beamten sicherstellten. Dies nährt den Verdacht, dass die Bande auch für eine Reihe von Laden- und Taschendiebstählen in der Hertener Innenstadt verantwortlich ist.
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