Eine halbe Million Euro zu wenig gezahlt
Dorsten. Eine halbe Million Euro sollen drei Dorstener dem Staat an Steuern schuldig geblieben sein. Die drei sollen die Umsätze aus einem Hotel, Restaurant, Bistro, Imbissbetrieb und Pub nur unvollständig gegenüber dem Finanzamt abgegeben haben.
Zwei der Angeklagten hatten im Jahr 1994 eine Grundstücksgemeinschaft gegründet. Gegenstand des Unternehmens waren die Vermietung wesentlicher Betriebsgrundlagen an die GmbH und private Wohnungsvermietungen. Im Oktober 2005 übertrugen sie sämtliche GmbH-Anteile auf den Sohn eines der beiden Angeklagten (der jetzt auch angeklagt ist). Tatsächlich seien die beiden GmbH-Gründer aber faktisch die Geschäftsführer der GmbH geblieben.
Gegenstand des Unternehmens war der Betrieb des Hotels, Restaurants, Bistros, Imbissbetriebes und Pubs. Die befanden sich alle in einem Gebäudekomplex an der Halterner Straße in Dorsten und waren (mit Ausnahme des Pubs) miteinander verbunden. Für alle Geschäftszweige wurde eine zusammengefasste Gewinnermittlung eingereicht.
Die drei Angeklagten, die in der kommenden Woche vor dem Landgericht in Essen stehen, hätten ihre Umsätze zwischen 2002 und 2008 nur unvollständig gegenüber dem Finanzamt eingereicht, so die Anklage, so dass es zu einer Umsatz-, Körperschafts- und Gewerbesteuerverkürzung von zusammen rund einer halben Million Euro kam. Angeklagt sind 44 Einzeltaten.
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