Sanft wird sich das Wasser im City-See kräuseln

Marl. Wer hätte das gedacht: Die Wellen des City-See haben das Ufer zerstört, deshalb wird künftig ein neues Umwälz-System für sanftere Wasserbewegungen sorgen, vom Creiler Platz in Richtung Willy-Brandt-Allee. Diese Maßnahme ist nur einer der vielen Probleme, die derzeit beim Überarbeiten des City-Sees abgearbeitet werden.

Es wird Juni, bevor der See wieder voll ist, der lange Winter hat die Arbeitszeit um mindestens acht Wochen verlängert. Der erste Teil, die Süd-Ost-Seite, ist bereits weitgehend fertiggestellt, die gegenüberliegende Seite ist derzeit dran.

Dort muss der Rand geflickt werden. Denn der künstliche See hat eine Kunststofffolie als Unterlage, die es heute nicht mehr gibt. Gut, dass der kleine See (vor Wohnen-West) aufgegeben wurde, so dass seine Folie nun als Reparatur-Ersatz herhalten kann. Am Ende wird der See rundum ein bis zwei Meter schmaler sein.

Demnächst wird der See-Balkon unmittelbar am Park-Hotel gebaut, nur durch einen öffentlichen Weg getrennt. Zehn Meter tief und 20 Meter breit ragt er in den See. Der Blick wird durch nichts als dünne Stahlseile beschränkt. Sie verhindern den Sturz ins Nass. Genutzt werden kann er für öffentliche Veranstaltungen oder zum Verweilen, ob das Hotel dort auch Gastronomie anbietet, wird noch verhandelt.

Es gibt rund um den See gleich mehrere Ausblick-Punkte. Früher versperrten große Büsche und Bäume den Blick. Einerseits wurde das Grün gelobt, andererseits eröffnet der nun weitgehend freie Blick neue Perspektiven. Auch die Kunst kommt damit besser zur Geltung. Und dass die Unübersichtlichkeit damit verschwindet, wird ausgesprochen begrüßt. Es bleiben die verschiedenen Ruhepole mit Sitzbänken – weitgehend zerstörungsfrei, weil ohne Schrauben und Holz und tief einbetoniert.

Bereits begonnen wurde auch schon mit dem dritten Bauabschnitt, der Neugestaltung der Grünfläche vor Wohnen-West. Statt des kleinen Sees wird es nur noch einen Teich mit 400 Quadratmetern geben. Und auch nur deshalb, weil sich die Anlieger bereit erklärt haben, sich um die Pflege zu kümmern. Sie haben auch schon die Spielgeräte finanziert, die am Ende hier aufgestellt werden sollen.

Wenn im Frühsommer das Wasser wieder in den City-See fließt, dann werden auch wieder die Tiere zurückkehren: Von den eingesammelten Fischen aber nur die einheimischen. Bei den Vögeln wird man kaum Einfluss nehmen können. Nur wenige der zahlreichen Enten und Gänse sind zurzeit zu sehen. Die Stadtgartengesellschaft kann den Verbleib erklären: Die Tiere bevölkern den Volkspark und warten wohl nur noch auf den Umzug.

Sunday, 14. March 2010, 10:22 • Verfasst in Marl

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