Menge: Zuversicht für 2010 und die Folgejahre

Oer-Erkenschwick (mc). Optimistisch und zuversichtlich schaut Bürgermeister Achim Menge auf dieses Jahr und die Folgejahre. „Ich glaube, dass wir gute Arbeit geleistet haben und die Dinge auf einen guten Weg gebracht haben.„ Gemeint sind die Halde, Zechenbrache und sogar der Kirmesplatz.

Was die Halde angeht, ist Achim Menge sicher, dass „wir Bewegung in die Gespräche gebracht haben. Erst hat sich die Kommunikation mit der Eigentümerin Montan Grundstücksgesellschaft (MGG) schwierig gestaltet. Aber, ich sag mal ’steter Tropfen höhlt den Stein’ – inzwischen sind wir auf einem guten Weg.“ Immerhin konnte nach der Freigabe des Regionalverbands Ruhr (RVR) die Halde der Bevölkerung zurückgegeben werden. So sind jetzt Spaziergänge auf der Halde möglich.

„Positiv war auch, dass wir unsere Gebäude in einem vernünftigen Zustand halten konnten und mit den Fördergeldern aus dem Konjunkturpaket II auch die Mensa und das neue Feuerwehrhaus in Oer realisieren konnten.“

Wenn es um den Kirmesplatz geht, treibt es dem gelernten Juristen immer noch die Zornesfalten in die Stirn. Bekanntlich hat die Rechtsprechung den geplanten Verkauf gekippt. „Das war eine Verzögerung durch die Rechtsprechung. Das hat zu großer Resonanz beim Bund, Land und bei Juristen geführt. Inzwischen beschäftigt sich der Europäische Gerichtshof mit dem Thema. Und wenn ich das Schlusswort des EU-Anwalts richtig deute, sieht er das anders als die Richter in Düsseldorf.“ Eine Entscheidung steht noch aus. Doch sei´s drum: Die Ausschreibung ist durchgeführt und Menge ist sicher, dass in den nächsten Wochen die notwendigen Unterschriften geleistet werden und somit der Verkauf über die Bühne gehen kann. Er rechnet mit einem Baubeginn Anfang nächsten Jahres.

Erfolgsmeldung auch, was den Ewaldkreisel angeht. „Hier ist vor einigen Tagen eine Zusammenarbeit zwischen der finnischen Firma Nutrinet.oy, NRW-Invest und der Vestischen Kinderklinik fest vereinbart worden. Neu hinzugekommen ist das Herz- und Diabetes-Zentrum Bad Oeynhausen. Das ist ein Riesenschritt.“ Das Projekt werde landesweit sehr begrüßt. „Wir glauben, dass noch in diesem Jahr ein Beratungs- und Schulungszentrum entsteht, vorzugsweise in der ehemaligen Stimbergschule,“ freut sich das Stadtoberhaupt. Die MGG sei ein Investor für die Klinik, nach weiteren Partnern werde gesucht.

Ein Dauerbrenner-Thema in der Stimbergstadt ist der Umzug des JOE-Vereinshauses „Wurstkessel“. „Hier haben wir als Stadt alles getan, um den Umzug sicherzustellen. Da muss der Eigentümer ran und seine Finanzierung aufstellen. Ginge es nach mir, wäre das Ding schon fertig.“

Sorgenfalten ziehen sich über Menges Gesicht, wenn er an den städtischen Haushalt denkt. „Wir, wie alle anderen Städte im Kreis, hoffen auf die Klage gegen das Gemeindefinanzierungsgesetz. Sollten wir diese Klage nicht gewinnen, sehe ich schwarz für die nächsten Jahre, weil wir nicht das Geld bekommen für Aufgaben, die uns das Land aufbürdet.“

Insgesamt sieht Achim Menge die Stadt auf einem guten Weg. „Es wird sich viel tun in nächster Zeit und ich bin sehr positiv gestimmt für dieses Jahr und die Folgejahre.“

Saturday, 6. March 2010, 12:03 • Verfasst in Oer-Erkenschwick

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