Datteln: Neue Chancen für Hertie-Immobilie
ITG erläutert Konzept für die Innenstadt
Datteln. Ein interessantes Konzept für die Nachnutzung der Hertie-Immobilie und die Bebauung des Schemm-Geländes präsentierten Vertreter der Immobilien Treuhand GmbH und Co KG (ITG), Düsseldorf, bei einer gemeinsamen Sondersitzung der Fraktionen von CDU, FDP und Grünen im Dattelner Lokal „El Paso“. Danach soll die Hertie-Immobilie mit hohem Investitionsaufwand zu einer modernen Einkaufspassage umgebaut werden. Für das Schemm-Gelände ist eine kleinteilige Gestaltung in dörflichem Stil geplant.
Helmut Berends, bei der ITG zuständig für Projektentwicklung, erläuterte auch die Grundsätze seines Unternehmens, das bereits zahlreiche erfolgreiche Projekte realisiert habe, so die Einkaufspassagen in Borken und Bocholt. Anders als viele andere Investment-Gesellschaften lege die ITG Wert auf langfristige Partnerschaft. So bleibe die ITG nach Fertigstellung der Objekte auch deren Eigentümerin und Betreiberin. Die ITG habe von Anfang an auf Mittelzentren wie Datteln gesetzt und sich hier auch besondere Kompetenzen erworben. Für das Projekt in Datteln habe die ITG schon eine Reihe von Anfragen namhafter Einzelhandelsunternehmen.
Befürchtungen, durch das Projekt könnten weitere Leerstände entstehen, hält die ITG für unbegründet. Im Gegenteil habe das Beispiel mehrerer Städte gezeigt, dass Einkaufszentren wie „Magneten“ wirken und weitere Geschäfte in die Stadt ziehen können.
Helmut Berends betonte, dass es sich um vorläufige Pläne handele, die noch gemeinsam mit der Stadt und der Kaufmannschaft konkretisiert werden müssten, sofern sein Unternehmen zum Zuge kommt. Das hängt nicht allein von den Entscheidungen des Stadtrates ab, sondern vor allem davon, ob es der ITG gelingt, die Gründstücke zu einem Preis zu erwerben, der eine wirtschaftliche Realisierung des Konzeptes erlaubt.
In die Verhandlungen mit der Eigentümerin der Hertie-Immobilie, der britischen Investment-Gesellschaft „Dawney Day“, London, scheint nun Bewegung gekommen zu sein. In seinem jüngsten Telefonat mit der Dawney Day, so Berends, seien die Briten erstmals von ihrer bisherigen Preisforderung abgerückt und hätten nun ein deutlich günstiges Angebot gemacht. Die ITG ist  jetzt darum bemüht, dass sich eigene Ingenieure in der Hertie-Immobilie ein Bild von deren Zustand machen können, um den erforderlichen Investitionsaufwand abschätzen zu können.
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