Viele Ältere trauen sich nicht mehr aus dem Haus
Vest. Die Neuordnung der Polizei Recklinghausen habe nicht die gewünschte Verbesserung gebracht, beklagt die SPD-Landtagsabgeordnete Margret Gottschlich (Herten/Marl). Schon 2007 hätten viele Bürger Sorge gehabt wegen der Schließung von Wachen. Die Polizeiführung in Recklinghausen habe das damals als richtigen Schritt verteidigt und Sorgen zerstreut: Am Ende der Reform werde es zu mehr Polizeipräsenz auf den Straßen kommen. Gottschlich: „Davon scheinen wir ja nun meilenweit entfernt.“
Viele ältere Menschen trauten sich abends nicht mehr aus dem Haus, so die Landtagsabgeordnete. „Und wenn man jetzt weiß, dass es in Notfällen bis zur Hilfe 15 bis 20 Minuten dauern kann, dann kann ich die Sorgen der Menschen gut nachvollziehen.“
Leidtragende seien nicht nur die Bürger, sondern auch die Polizeibeamten vor Ort, die einem immer größeren Leistungsdruck ausgesetzt seien. „Dass das die Menschen und auch das System insgesamt auf Dauer schädigt, muss doch jedem klar sein. Man muss sich an dieser Stelle nur einmal den Krankenstand und die Überalterung der Beamten ansehen.“
Deshalb unterstütze sie die Forderung nach mehr Personal, schreibt Gottschlich. „Mit der inneren Sicherheit eines Landes muss verantwortlich umgegangen werden!“
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