Die Stecher kommen wieder

Vest (eib). Wenn der Hochsommer überschritten ist, dann kommt „Schwarz-Gelb“ ins Spiel. Lästig, ärgerlich, aufdringlich, gefährlich – so sind die Wespen. In diesem Jahr soll es besonders schlimm werden. Und noch bevor es so richtig losgeht, gibt das Sonntagsblatt seinen Lesern ein paar praktische Tipps an die Hand.

Das friedliche Zusammenleben zwischen Mensch und Tier wird durch viele Missverständnisse geprägt, auf beiden Seiten. Und weil die Wespen „unbelehrbar“ erscheinen, muss sich der Mensch auf sie einstellen:

Von über 100 Wespenarten fühlen sich nur die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe von Speisen und Getränken angezogen.

Eine halbe Zitrone, gespickt mit Gewürznelken, wirkt auf Wespen-Nasen ekelhaft und abstoßend.

Vor der Gartenparty die Wespen „erziehen“: Ein bis zwei Wochen vorher einen Futterplatz mit Marmelade und Obst einrichten. Den merken sich die Flieger und haben nur geringes Interesse an dem neuen Speisen und Getränken.

Keine Wespen anlocken, also: keine zuckerhaltigen Lebensmittel unbedeckt im Freien stehen lassen, Getränke mit einem Deckel versehen, Kindern nach dem Genuss von Eis, Süßigkeiten oder Limonade den Mund feucht abwischen. Tische nach den Mahlzeiten abräumen, Abfallbehälter sorgfältig verschließen. Unter Kleidung geratene Tiere nicht drücken, sondern ruhig bleiben, bis die Tiere alleine herauskrabbeln.

Wespen reagieren (genau so wie Bienen) in Nestnähe bevorzugt auf dunkle und flauschige Flächen recht nervös, das steckt in ihren Genen. Deshalb tragen Imker Schutzanzüge aus hellem, weißem Stoff.

Sind Wespen im Anflug, sollte man sich am besten ruhig verhalten. Durch heftiges Herumschlagen fühlen sich Wespen bedroht und könnten Stechen.

Im Reflex stechen sie auch mehrfach zu. Ein Stich löst zugleich einen Alarm aus, der weitere Tiere anlockt und zum Stechen animiert.

Nach dem Stich den Stachel entfernen, aber nicht die Einstichstelle mit dem Mund aussaugen: Das Gift gerät auf die Zunge und kann über die Schleimhäute im Mund schneller in den Körper gelangen (Allergische Reaktion).

Reiner Alkohol zerstört einen Teil der im Insektengift enthaltenen Eiweißmoleküle. Anschwellungen und Rötungen werden dadurch um ein vielfaches reduziert. Und er kühlt auch noch.

Eine Kalzium-Brausetablette vermindert nach dem Trinken die allergische Reaktion. Insektenstich-Salbe (Fenistil, Soventol usw.) kühlt. Auch alte Hausmittel helfen: Rohe Zwiebel auf die Einstichstelle oder kalter Essigumschlag.

Störungen im Nestbereich vermeiden: Nicht die Hauptflugrichtung verstellen, keine hektischen Bewegungen, kein direktes Anatmen oder Anpusten der Tiere, nicht nach ihnen schlagen, kein Insektenspray einsetzen.

Spätestens im November sind die Nester verlassen. Und im nächsten Jahr werden sie nicht wieder neu besiedelt und auch nicht vergrößert.

Saturday, 15. August 2009, 14:10 • Verfasst in Vest

1 Kommentar:

Webnews.de schrieb,

Trackback • 15. August 2009 @ 18:08

Die Stecher kommen wieder…

Vest (eib). Wenn der Hochsommer überschritten ist, dann kommt „Schwarz-Gelb“ ins Spiel. Lästig…


Leave a comment

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar zu hinterlassen.

Konnte keine Verbindung zur Datenbank herstellen